Sonntag, 9. Oktober 2016

Digital Storytelling - Warum und wie man eine Geschichte erzählt



Mit dem Digital Storytelling sollen neue Wege für Kundeninteraktionen geschaffen werden. Hierzu müssen die Interaktionen gut geplant werden. Es ist zu beachten, dass man dabei nicht nur auf DAS Medium Internet eingeht, sondern sich auch überlegt, wie welches Gerät genutzt wird und was das für Auswirkungen auf die "Aufnahme" des Inhaltes hat.
Ein Natel ist zu Beispiel ein "lean-forward"- Medium, ein Fernseher ein "lean-backward"- Medium. Der PC oder das Laptop befindet sich irgendwo dazwischen. Man sollte also bei der Verfassung des Inhaltes darauf achten, ihn mediengerecht zu gestalten.

Beim Digital Storytelling geht es darum Beziehungen zu einer Marke aufzubauen. Dabei müssen Geschichten erzählt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist "Summersby" - doch darauf gehen wir im nächsten Post noch etwas genauer ein.

Eine Geschichte zu erzählen ist einfach? Grundsätzlich ja, aber eine gute Geschichte zu erzählen, welche anspricht und in Erinnerung bleibt, ist weniger einfach zu schreiben. Wenn man ein paar Regeln beachtet ist auch das eine lösbare Aufgabe. 

Wie im klassischen Theater, zum Beispiel einem Drama, gilt es auch beim Digital Storytelling eine Geschichte in drei Akten aufzubauen. Im ersten Akt soll es darum gehen einen Aufbruch darzustellen. Eine Schwelle wir überschritten und schon sind wir im zweiten Akt, der Konfrontation. Nach dessen Höhepunkt wird wiederum eine Schwelle überschritten und wir enden im dritten Akt mit der Rückkehr. Aus Sicht des Marketings geht es hierbei aber nicht nur darum, eine nette Geschichte zu erzählen, sondern Informationen so zu verpacken, dass sie beim Kunden ankommen. 
Nun hat man meist kaum die Möglichkeit eine lange Geschichte zu erzählen, da ein Werbespot nur wenige Sekunden geht oder man gar nicht die Möglichkeit hat, ein Video abzuspielen. Funktioniert hier das Prinzip auch? Ja. Schon nur mit Bildern lassen sich interessante Geschichten erzählen. Dies zeigt eine Werbung aus den 1950er Jahren, die ihrer Zeit weit voraus war.





Und was meint ihr? 

Digital Marketing - Worum geht es dabei eigentlich

Das klassische Marketing beruht darauf, Marketingziele festzustecken, daraus eine Marketingstrategie zu entwickeln, welche mit diversen Marketinginstrumenten umgesetzt werden soll, woraus sich ein Marketingmix bildet. Konkret an einem Beispiel heisst das:
Ich möchte einen neuen, gesunden Frühstücksaufstrich auf den Markt bringen, welcher ähnlich schmeckt wie Konfitüre, aber wesentlich weniger Kalorien hat. Zunächst führe ich eine Marktanalyse durch und schaue, welche Kunden ich mit diesem Produkt ansprechen könnte (Zielgruppendefinierung). Danach stecke ich meine Marketingziele fest, z.B. "Ich möchte im ersten Jahr einen Marktanteil von 5 % erreichen." Dazu lege ich mir meine Marketingstrategie bereit und wähle die passenden Marketinginstrumente aus. In unserem Fall könnte ich also sagen, da ich Konsumenten ansprechen möchte, welche sich bewusst gesund ernähren, mache ich Werbung in der Nähe von Fitnessstudios und bei jungen Müttern, also zum Beispiel in Kindergärten, bei Spielplätzen etc. Dazu wählen wir noch ein passendes Medium, zum Beispiel Plakate, sowie Inserate in Zeitschriften, welche unser definiertes Zielsegment liest. Diese geplanten Massnahmen werden nun umgesetzt und im Nachhinein wird analysiert, was gut oder schlecht war und ob ich mein Ziel erreicht habe.


Wo gehört nun das Digitale Marketing dazu? Zu den Marketinginstrumenten?  Die Marketinginstrumente setzen sich aus den 4 Ps zusammen - product, price, promotion und place. Das Digitale Marketing passt da nicht ganz rein. Es ist eher als eigener, übergeordneter Bereich zu verstehen. In diesem Bereich selbst gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten. Ich kann mir überlegen, mit welcher Übermittlungsart erreiche ich am Besten meine definierte Zielgruppe. Habe ich ein Produkt, welches sich dadurch auszeichnet, dass es einen Prozess gut umsetzt - sagen wir zum Beispiel einen Korkenzieher - so sagt ein Bild wenig darüber aus, wie er funktioniert. Ein Video hingegen zeigt die Vorzüge, die diesen Korkenzieher gegenüber anderen auszeichnet. Daher werde ich mit einem Video wesentlich mehr erreichen als nur mit einem Bild oder einem Text. Um zu entscheiden, wie ich das Video verbreiten will kann man die abgebildete Blume nutzen. Hier wählt man den Bereich Video. Im Blütenblatt finden sich nun alle relevanten Kanäle, neben YouTube, welche am Besten geeignet sind, ein Video über Social Media zu verbreiten.



Digitales Marketing ist also ein grosser Bereich des Marketings. Doch welche Rolle nimmt er in Wirklichkeit ein? Und welche Rolle sollte er einnehmen? Derzeit werden etwa knapp 30 % des Marketingbudgets für Digitales Marketing vorgeschlagen, dies entspricht etwa 3 % der Jahresumsätze. Warum so viel? Und was kann damit alles umgesetzt werden? All diese Dinge versuchen wir euch in den nächsten Wochen auf diesem Blog zu beantworten.

Eine Aufteilung des Digitalen Marketingbudgets könnte, nach einer Social Media Agentur, wie folgt aussehen:


Selbst die Bundesverwaltung empfiehlt kleinen und mittleren KMUs das Digitale Marketing ernst zu nehmen und in ihre Strategie einzubauen, statt es einfach zu ignorieren, wie es heute noch vielfach der Fall ist.

Und was meint ihr? Glaubt ihr ein kleines KMU sollte sich mehr um Digitales Marketing kümmern oder glaubt ihr, dass es auch ohne geht?

Montag, 3. Oktober 2016

Hallo Ihr da draussen!

Wir sind Lisa (Agronomin-to-be) und Sabine (Lebensmitteltechnologin-to-be); zwei Studentinnen der HAFL.

HAFL? Was ist das? Kann man das essen? Nein, aber so falsch auch wieder nicht. Die HAFL ist die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften und liegt im grünen Zollikofen direkt neben Bern.
Der Weg zu unserer Schule führt an Feldern vorbei, welche von den Agronomen betreut werden. Degustationen im Labor hergestellter Lebensmittel können wir regelmässig beiwohnen, da die Lebensmittler als Semesterarbeiten gerne Neues ausprobieren. Unsere Förster sind zwar in der Unterzahl, geben aber im HAFL-Nachtleben den Ton an.

Im Wahlmodul «Digital Marketing» sollen wir das Neuerlernte aus der Welt des digitalen Marketings mit unserem Studentenalltag verknüpfen und in einem Blogg präsentieren.

Werde also unser Follower und erfahre mehr über das geheimnisvolle Leben der HAFL, wie es an dieser Schule zu und hergeht und was uns Studenten nebst Lehrplan noch beschäftigt.

Eure Lisa und Sabine
    Digital Marketing versus analoges Marketing

Analoges Marketing? Was ist das? Und was genau ist eigentlich digitales Marketing. Laut Duden bezeichnet der Begriff Marketing  die „Ausrichtung eines Unternehmens auf die Förderung des Absatzes durch Betreuung der Kunden, Werbung, Beobachtung und Lenkung des Marktes sowie durch entsprechende Steuerung der eigenen Produktion“ Klingt logisch – doch was ist dann Digital Marketing und was gab es vor unserer Digitalen Welt?

Lange gab es nur wenige Medien, über welche sich Kunden über Produkte informieren konnten oder informiert wurden. Es gab das Radio, TV und Zeitungen. Diese sind aber seit einigen Jahren stark rückläufig. Also müssen Unternehmen neue Wege gehen, um ihre Kunden zu erreichen.

Hier hilft das Internet weiter. Es ist überall, am Puls der Zeit und überflutet uns mit allen Infos, die wir brauchen. Als Konsument kann man im worlwideweb alles finden, als Unternehmen theoretisch jeden erreichen.

Darum soll es in diesem Blog gehen. Basierend auf dem Modul „Digital Marketing“ mit Bruno Bucher, Dozent an der BFH für Wirtschaft,  wollen wir mit euch unsere Erfahrungen mit dem Digitalen Marketing teilen. Wir stellen dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll dieser Blog dazu dienen, unser und euer Interesse an der digitalen Welt in Verbindung zu unseren Studiengängen u wecken. Lasst euch überraschen – wir sind auch gespannt, was uns in den nächsten Wochen alles erwarten wird.
Digital Disruption und Transfoming – was ist das?


Digital Disruption bedeutet das Umwälzen oder das Stören eines Marktes durch eine neue Technologie. Ein Beispiel hierfür ist Airbnb. Durch ihr kostengünstiges Übernachtungsmodell, stören sie einerseits die eingesessenen Hotelstrukturen, andererseits auch die Einnahmequellen der Städte durch die Kurtaxen. Das „alte“ System wurde gezwungen seine Strukturen zu überdenken und die Städte, wie zum Beispiel Bern, versuchten durch Vorschriften das konventionelle System zu erhalten. Ein anderes Beispiel, bei welchem eine alte Technologie komplett von einer neuen abgelöst wurde, ist WhatsApp. WhatsApp hat den SMS-Verkehr praktisch verschwinden lassen, was zum Beispiel bei Swisscom zu hohen Umsatzeinbussen führte.




Sabine meint…

Digital Disruption im Foodbusiness

Im Lebensmittelbereich finden sich kaum solche Komplettrevolutionen. Es gibt zwar immer wieder Innovationen und Trends, wie zum Beispiel Convenience Food, doch diese lösen alte Systeme selten ganz ab. Auch heute wird noch viel selbst gekocht und ein neuer Trend geht wieder in die Richtung selbst zu kochen – sogar Wurst wird wieder in der eigenen Küche produziert. Trends und neue Produkte im Lebensmittelbereich sind auch meist nur von kurzer Dauer und werden selten von allen Menschen übernommen. Auch beschränken sich diese Trends meist auf regionale Gebiete, so sind in den USA zum Beispiel andere Lebensmittel im Kommen als in Europa. Dennoch lässt sich von ein paar kleineren „Disruptions“ auch im Food Business sprechen. So gab es zum Beispiel vor einigen Jahren noch kaum Essen to go – und heute kann man kaum durch die Stadt laufen ohne jemanden Essen zu sehen oder an einem Geschäft vorbei zu laufen, welches Essen anbietet, aber kaum Sitzplätze hat.

Laut dem einem oder anderen Wissenschaftler warten im Agro-Food-Business eine Menge Ideen darauf, die ganze Branche zu revolutionieren. Dagegen gibt es aber viele Stimmen, die meinen, dass eben dieser Bereich immer etwa so bleiben wird, wie er heute ist und schon immer war. Es gibt das kleine Handwerk und die „Grossen“ – diese wechseln sich in ihrer Formachtstellung immer wieder ab, ansonsten passiert da nicht viel.

Roland Wyss-Aerni. Meiert J. Grootes ist da anderer Meinung. Seiner Meinung nach werden wir in Zukunft das Brot nicht mehr selbst beim Bäcker holen. Es wird den kleinen Bäcker an der Ecke gar nicht mehr geben. Auch die Maschinen auf dem Feld und in den Industriehallen brauchen und Menschen kaum noch. Ersatzteile und den Monteur bestellen sie einfach selbst. Seiner Meinung nach geht diese Revolution mit einem allgemeinen Wandel unserer Kultur einher. Alles wird digitalisiert werden – wir sind gespannt wer recht behält und ob wir diesen Wandel noch erleben werden


Lisa meint…

HAFL-Internatszimmer auf AirBnB registrieren

Ihr müsst wissen, liebe Leser und Leserinnen, dass sich auf dem Campus unserer Hochschule nicht nur Hörsäle, Mensa und Bibliothek befinden, sondern auch ein Internatsgebäude, welches 140 Studis Platz bietet.
Zum Service der HAFL gehören weiter: eine grosse Küche, Billard- und Pingpongtische, Fussballplatz, Beachvolleyballfeld und last but foremost der Pool, welcher uns in der heissen Prüfungsphase im Juni so manche abkühlende Pause schenkte. Die perfekten Voraussetzungen für AirBnB-Reisende, oder? Viele der auswertigen Studierenden gehen übers Wochenende heim und reisen oft erst wieder montagmorgens an. Wieso also nicht aus den leeren Betten Profit generieren und Touristen glücklich machen? Unser Internatsverantwortlicher Jann Gujan könnte dies doch einmal in die Runde geben…